Kritisch, Warnung, Hinweis: den Schweregrad lesen
Der Schweregrad hängt nicht an der Konfliktart, sondern am Datum: Wie nah ist das Problem? Die Stufen, ihre Dämpfungsregeln — und wann Gantway meldet.
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Nicht jeder Konflikt ist ein Notfall. Gantway stuft nach einer einfachen Frage ein: Wie nah ist der betroffene Tag?
Die drei Stufen
- Kritisch — der betroffene Tag liegt höchstens 2 Arbeitstage voraus oder schon in der Vergangenheit. Jetzt handeln.
- Warnung — bis 14 Arbeitstage voraus. Zeit zum Umplanen ist noch da.
- Hinweis — weiter weg. In Meldungen heißt diese Stufe „noch nicht dringend“.
Gezählt wird in Arbeitstagen nach dem Betriebskalender, heute zählt nicht mit — ein Konflikt am Montag ist freitags „kritisch“, auch wenn dazwischen ein Wochenende liegt.
Dämpfung für Geplantes
Aufträge im Status Geplant sind noch nicht verbindlich — ihre Konflikte werden gedämpft: höchstens „Warnung“, Material-Engpässe sogar höchstens „Hinweis“, auch wenn der Bedarfstag schon da ist. Erst mit der Freigabe gilt die volle Einstufung. Deshalb steht ein solcher Engpass in der Konflikt-Vorschau mit dem Zusatz „… wird dringend, sobald der Auftrag freigegeben wird.“
Wenn der Tag vorbei ist
Vier Konfliktarten hängen an einem bestimmten Tag: Arbeitsplatz- und Stations-Überbuchung, Doppelbelegung und Abwesenheit. Ist dieser Tag verstrichen, lässt sich nichts mehr umplanen — Gantway schließt den Konflikt dann als abgelaufen. Sie finden ihn 30 Tage lang auf der Seite Konflikte im Reiter „Abgelaufen“. Waren dringende darunter, bekommen Admin und Planer eine Sammelmeldung, etwa „3 Konflikte abgelaufen, ohne gelöst zu werden“.
Material-Engpass, fehlende Qualifikation und verletzte Abhängigkeit laufen nicht ab: Sie bleiben offen, bis die Ursache behoben ist, und stehen nach ihrem Termin als „kritisch“ in der Liste (bei geplanten Aufträgen gedämpft, siehe oben).
Wann Gantway meldet
Konfliktmeldungen gehen an Admin, Planer und die Teamleiter der betroffenen Aufträge. Mitarbeiter bekommen keine.
- Kritisch und Warnung melden sich sofort, sobald die Konflikterkennung sie findet. Der Titel nennt die Stufe, etwa „Kritischer Konflikt: Material-Engpass“ oder „Konflikt-Warnung: Mitarbeiter abwesend“. Mehrere Konflikte derselben Art an derselben Person oder demselben Auftrag kommen gebündelt in einer Meldung, etwa „Mitarbeiter „Jan“ ist abwesend, obwohl Positionen eingeplant sind: 06.10.2026, 07.10.2026 und 08.10.2026.“
- Hinweise melden sich nicht sofort. Sie sammelt die Konflikt-Vorschau: eine Meldung am frühen Morgen, „Konflikt-Vorschau: 3 neue Konflikte, noch nicht dringend“, mit bis zu drei Konflikten im Text und dem frühesten Termin. Darin steht nur, was die Nacht überdauert hat und noch nie gemeldet wurde — was Sie tagsüber beim Umplanen erzeugen und wieder auflösen, taucht dort nicht auf. Der Link öffnet die Konfliktliste gefiltert auf „Hinweis“.
- Hochstufung: Rückt ein Konflikt in eine dringendere Stufe, kommt eine eigene Meldung, etwa „Konflikt jetzt dringender (Hinweis → Warnung): Mitarbeiter-Doppelbelegung“ oder „(Warnung → Kritisch)“. Meldungen nennen die Stufen mit denselben Namen wie die Konfliktliste.
- Quittiert heißt still: Ein quittierter Konflikt erscheint nicht in der Vorschau und meldet sich auch beim Hochstufen nicht.
Wer die morgendliche Vorschau nicht möchte, schaltet sie unter Einstellungen → „Benachrichtigungen“ ab; dringende Konflikte lassen sich in der App nicht abschalten. Details in Benachrichtigungen und E-Mail-Zustellung.
In Liste und Seitenleiste
Die Konfliktliste in der Seitenleiste Konflikte sortiert Kritisches nach oben, danach nach Datum. Die Zahl am Menüpunkt Konflikte zählt nur kritische Konflikte und Warnungen, die offen und nicht quittiert sind — Hinweise und quittierte Konflikte zählen dort nicht mit. Die Zahl ist also der dringende offene Handlungsbedarf.
Auch bekannt als: Schweregrad, Kritisch, Warnung, Hinweis, Priorität, Konflikt-Vorschau, noch nicht dringend, abgelaufen.